Domaine de Bellivière Lhomme - Loire

  Eric Nicolas  kaufte die Domaine de...

Eric Nicolas kaufte die Domaine de Bellivière im Jahre 1995, nachdem er sein Önologiestudium abgeschlossen hatte. Heute umfasst das Weingut 15 Hektare, verteilt auf die fünf Dörfer Lhomme, Ruillé-sur-Loir, Chahaignes, Marçon und Dissay-sous-Courcillon. Die Domaine liegt 50 km nördlich von Tours und es werden Weine mit den Appellationesbezeichnungen „Jasnières“ sowie „Côteaux du Loir“ produziert. Beide gehören zu den nördlichsten Appellationen des Loire-Tals.

Das gesamte Weingut wird seit 2005 biologisch geführt und ist seit dem Jahrgang 2011 sowohl biologisch als auch biodynamisch zertifiziert (Biodyvin, Ecocert). Seit 2010 arbeiten Christine und Eric Nicolas zusammen mit einem Pflanzenzüchter, der mit ihnen die besten Pfröpflinge aus den eigenen Reben auswählt. Aus diesem, „sélection massale“ genannte Prozess, resultieren perfekt auf die Umgebung angepasste Rebstöcke, was sich dann wiederum in der Traubenqualität widerspiegelt. Eine große Aufmerksamkeit wird dem Erhalt der natürlichen Vielfalt an Pflanzen und Tieren im Weinberg gewidmet. Die gesamte Rebenpflege und selbstverständlich auch die Lese finden manuell statt.

Die Böden sind reich an Tuffstein, welcher die Feuchtigkeit speichert, es sind aber auch Sand, Lehm und Feuerstein sind zu finden. Insgesamt werden über 60 verschiedene, separat voneinander gelegene Parzellen bewirtschaftet. Die Rebstöcke sind extrem dich gepflanzt und dennoch liegen die Erträge meist unter 25 Hektolitern pro Hektar.

Jede Parzelle wird getrennt ausgebaut und alle Weine werden spontan vergoren. Dies führt dazu, dass die Weine von Jahr zu Jahr, abhängig von Zuckergehalt im Most und den individuellen Hefestämmen, teilweise komplett trocken, teilweise aber auch leicht restsüß ausfallen. Zu erkennen ist dies durch den Zusatz „Sec“ oder „Tendre“ auf der Flasche.

Die Weine werden alle in Holzfässern ausgebaut von denen die meisten zwischen einem und fünf Jahren alt sind. Die Vinifizierung und der Ausbau finden in dem im Jahre 2015 neu gebauten und fast schon futuristisch anmutendem Weinkeller statt. Hier kann aufgrund der Architektur auf Pumpen verzichtet werden, denn der Most und der Wein werden ausschließlich durch Gravitation bewegt.

All diese Arbeit zeigt sich in der Qualität der Weine. Sie erscheinen unglaublich klar, mineralisch und präzise. Es sind Weine die nicht versuchen zu schmeicheln, sondern durch vom Terroir geprägte Persönlichkeit und Charakter überzeugen.

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