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Puligny-Montrachet

 Puligny-Montrachet: Eine Perle der...

Puligny-Montrachet: Eine Perle der Burgundischen Weinkunst
 
Puligny-Montrachet, eine der prestigeträchtigsten Appellationen in der Côte de Beaune, Burgund, ist weltweit bekannt für seine herausragenden Weißweine. Diese kleine, aber bedeutende Gemeinde liegt zwischen den Dörfern Meursault im Norden und Chassagne-Montrachet im Süden. Mit einer Rebfläche von etwa 211 Hektar, darunter einige der besten Weinberge der Welt, ist Puligny-Montrachet ein unverzichtbarer Name für Liebhaber und Kenner großer Weine.
 
Geographische Lage und Terroir
 
Die Appellation Puligny-Montrachet erstreckt sich über sanfte Hänge, die sich auf einer Höhe von 230 bis 390 Metern über dem Meeresspiegel befinden. Die Böden sind überwiegend aus Kalkstein und Ton, was den Weinen eine besondere Mineralität verleiht. Die Lage und Ausrichtung der Weinberge spielen eine entscheidende Rolle, indem sie optimale Bedingungen für den Anbau von Chardonnay schaffen. Diese Sorte dominiert in Puligny-Montrachet und bringt Weine hervor, die für ihre Eleganz und Finesse bekannt sind.
 
Premier und Grand Crus
 
Puligny-Montrachet umfasst insgesamt 17 Premier Cru Lagen, die zusammen etwa 100 Hektar einnehmen. Diese Premier Crus bieten eine beeindruckende Vielfalt und Komplexität, von kraftvollen und strukturierten Weinen bis hin zu eleganten und mineralischen Ausprägungen. Bekannte Lagen wie „Les Pucelles“, „Les Folatières“ und „Clavoillon“ stehen exemplarisch für die Exzellenz der Premier Crus.

  • Puligny Montrachet Premier Cru Champ Canet: 3,05 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Champ Gain: 2,84 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Clavaillon: 4,77 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Clos de la Garenne: 3,13 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Clos de la Mouchère: 5,92 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Hameau de Blagny: 2,58 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru La Garenne: 3,51 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru La Truffière: 3,50 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Le Cailleret: 4,01 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Les Chalumaux: 3,25 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Les Combettes: 5,40 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Les Demoiselles: 2,21 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Les Folatières: 15,02 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Les Perrières: 11,07 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Les Pucelles: 7,58 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Les Referts: 3,68 Hektar
  • Puligny Montrachet Premier Cru Sous le Puits: 3,30 Hektar
Zusätzlich zu den Premier Crus gibt es vier Grand Cru Lagen, die insgesamt etwa 21 Hektar umfassen. Diese sind „Montrachet“ (8,01 Hektar), „Chevalier-Montrachet“ (7,51 Hektar), „Bâtard-Montrachet“ (11,94 Hektar) und „Bienvenues-Bâtard-Montrachet“ (3,69 Hektar). Jeder dieser Grand Crus bringt Weine hervor, die als absolute Spitze der Weißweinproduktion angesehen werden. Montrachet selbst, das zwischen Puligny und Chassagne aufgeteilt ist, gilt oft als der beste Weißwein der Welt, bekannt für seine immense Komplexität, Tiefe und Langlebigkeit.

Stil der Weine
 
Weine aus Puligny-Montrachet zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Eleganz und Raffinesse aus. Sie sind bekannt für ihre ausgeprägte Mineralität, die durch die kalkhaltigen Böden verstärkt wird. Diese Weine haben oft eine feinere und straffere Struktur im Vergleich zu den reicheren, cremigeren Weinen aus dem benachbarten Meursault. Während Meursault-Weine häufig für ihre buttrigen und nussigen Aromen gelobt werden, bestechen Puligny-Montrachet-Weine durch ihre klaren Zitrus- und Apfelnoten, ergänzt durch florale und mineralische Akzente. Diese Differenzierung macht Puligny-Montrachet zu einem idealen Begleiter für feinere Gerichte und Meeresfrüchte, die die subtilen Nuancen des Weins hervorheben.
 
Trinktemperatur und Lagerfähigkeit

Die optimale Trinktemperatur für Puligny-Montrachet-Weine liegt bei etwa 12-14°C. Diese Temperatur ermöglicht es den Weinen, ihre Aromen voll zu entfalten und ihre feine Struktur zu bewahren. Eine zu niedrige Temperatur könnte die Komplexität unterdrücken, während eine zu hohe Temperatur die Frische und Lebendigkeit beeinträchtigen könnte.
 
Puligny-Montrachet-Weine, insbesondere die Premier und Grand Crus, sind für ihre ausgezeichnete Lagerfähigkeit bekannt. Sie können problemlos 10-15 Jahre oder länger reifen, wobei die besten Exemplare aus herausragenden Jahrgängen noch viel länger ihr volles Potenzial zeigen können. Mit zunehmendem Alter entwickeln diese Weine eine tiefere Komplexität und zusätzliche Schichten von Aromen, die sie zu einem wahren Genuss für Weinkenner machen.

Die Legende vom Chevalier de Montrachet

Wenn man in Burgund lebt, erzählt man diese Legende, die ein perfektes mnemotechnisches Mittel ist, um die Grands Crus zu merken.

Hier ist also die edle und alte Legende:

Zur Zeit der Kreuzzüge, hoch oben auf dem Hügel von Montrachet,
Der Burgherr seinen einzigen Sohn ins Heilige Land entsandte,
Seine Geliebte, im "Clos de la Pucelle", fand er,
Aus ihrer Liebe entsprang ein Kind, das war's, sieh her.
Der Sohn zog in den Kreuzzug, als Ritter-Montrachet bekannt,
Das uneheliche Kind, Bâtard Montrachet, sein Geschlecht verrannt.
Bei der traurigen Nachricht vom Tod des Ritters Montrachet,
Nahm der Herr den Bastard als Erben, so geschah's, das ist das Fet.
Bejubelt wurde er, beim klingenden "Willkommen beim Bâtard Montrachet!",
So erklangen die Worte, in den Gassen, entlang der Quais im Lichte.
Um diese Saga zu beenden, flüstert ein Gerücht,
Dass der Burgherr, genervt von des Kindes Schrei, es nicht mehr ruft,
Und auf Burgundisch ausrufen lässt, "a crio l'Bâtard!",
So wurden die Samen der Erinnerung ausgesät, in dieser Fahrt.
Nach dem Fall der Burg, ihren Ruinen und Geheimnissen,
Trugen die Weinberge die Namen dieser verflochtenen Schicksale,
Als Hommage an diese Geschichte, Legende und Realität verschmelzen.
 
Und die originale Version aus französisch:
 
Voici donc la légende, noble et vieille :
Au temps des Croisades, là-haut sur la Colline de Montrachet,
Le châtelain, son fils unique en Terre Sainte envoya,
Sa maîtresse, au "Clos de la Pucelle", il retrouvait,
De leur amour, un enfant naquit, voilà.
Le fils parti en Croisade, Chevalier-Montrachet nommé fut.
L'enfant illégitime, Bâtard Montrachet, sa descendance chut.
À la triste nouvelle de la mort du Chevalier Montrachet,
Le seigneur prit le Bâtard comme héritier, tel est le trait.
Acclamé fut-il, au son vibrant de "Bienvenue au Bâtard Montrachet!"
Ainsi résonnaient les mots, dans les ruelles, le long des quais.
Pour clore cette saga, une rumeur murmure,
Que le châtelain, agacé par les cris de l'enfant, s'aventure,
Et s'écrie en bourguignon, "a crio l'Bâtard !"
Ainsi furent semées les graines de la mémoire, dans ce départ.
Après la chute du Château, ses ruines et ses secrets,
Les vignes portèrent les noms de ces destins croisés,
En hommage à cette histoire, légende et réalité mêlées.


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