Château Lousteauneuf Valeyrac - Bordeaux

  Bruno Segond  und der...

Bruno Segond und der verantwortliche Önologe Stéphane Courrèges bauen in neuen und einjährigen Barriques eine traumhafte Cuvée aus Merlot und Cabernet-Sauvignon, sowie ein wenig Cabernet Franc und Petit Verdot, aus. Dieser Wein genießt unter Insidern fast schon Kultstaus, was sicherlich an der exorbitanten Qualitätssteigerung in den letzten Jahren und den dennoch moderat gebliebenen Preisen liegt. Letzteres liegt sicherlich daran, dass die Weine bisher noch nicht auf dem Radar der einflussreichen Verkoster sind.

Das Médoc ist als Quelle edelster Bordeauxweine, aber auch für seine himmelstürmenden Preise bekannt. Dennoch oder gerade deshalb lohnt es sich immer noch in dieser begnadeten Region nach kleinen, unbekannten Erzeugern zu suchen. Château Lousteauneuf ist einer dieser relativ kleinen, grundsoliden Betriebe, die Ihren Wein noch in handwerklicher Tradition erzeugen.

1962 kauften die Eltern von Bruno Segond das Château mit vier Hektar Weinbergen. Bis in das Jahr 1992 verkauften sie ihre Trauben an größere Châteaus. Ab 1993 erkannten sie jedoch das Potenzial ihres seit 1932 als „Cru Bourgeois“ klassifizierten Châteaus, und fingen selbst an Wein zu keltern. Heute umfasst das Weingut 28 Hektar mit überwiegend sandig-steinigen Böden.

Nach mehreren Investitionen und einem Ausbau des Weinkellers, wird seit 2002 selbst abgefüllt und vermarktet.

Die Weine von Château Lousteauneuf sind von gleichbleibend hoher Qualität. Während des sorgfältigen Ausbaus in Barriques hat der Kellermeister von Château Lousteauneuf immer das Ziel vor Augen, einen geschmeidigen, jung trinkbaren aber trotzdem lagerfähigen und charaktervollen Bordeaux hoher Qualität zu erzeugen.

Der tiefdunkle Wein duftet kräftig nach Cassis und Veilchen, es ist das klassische Bukett eines großen Médocweines. Im Geschmack ist er geschmeidig und vollmundig, hat aber dennoch Struktur und einen langanhaltenden Nachhall. Ein erstklassiger Wein, der schon zwei Jahre nach der Ernte ausgezeichnet schmeckt und darüber hinaus je nach Jahrgang 10 - 20 Jahre lagerfähig ist. Man kann ihn direkt nach dem Öffnen genießen, er gewinnt jedoch deutlich an geschmacklicher Tiefe und Finesse, wenn man ihn vor dem Genuss in eine Karaffe füllt und ihn eine Stunde „atmen“ lässt.

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