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Château de Rouanne Vinsobres - Rhône

 In Vinsobres im "Comté...

In Vinsobres im "Comté de Grignan" im Rhônetal zwischen Dauphiné und Provence.

Louis Barruol, Januar 2020...

Am 27. Mai 2019 sind wir Eigentümer des Château de Rouanne in Vinsobres geworden, einem herrlichen historischen Anwesen, das inmitten eines herausragenden, 62 ha großen zusammenhängenden Weinbergs auf einem großartigen Terroir liegt. Dieser Erwerb, den ich mir vor zwei Jahren nicht hätte träumen lassen, erklärt sich durch unsere Familiengeschichte und unsere Liebe zu schönen Dingen. Mein Großvater Jean Barruol, Historiker und Archäologe, sowie mein Vater Henri Barruol, ehemaliger Kunsttischler, der nach den Methoden des 18. Jahrhunderts ausgebildet wurde und ein Winzer mit hohem ästhetischen Anspruch war, haben meine Art der Ausübung des Winzerberufs stark geprägt. Denn Schönheit kann man überall finden, da sie überall existiert, im Materiellen und im Immateriellen. Die Freude darüber, zuweilen die Schönheit zu erreichen, nährt Mut und Willen, die für jedes größere Vorhaben notwendig sind. Die Handlungen unserer Vorgänger, die in gewisser Weise die Geschichte eines Ortes prägen, sind oft eng mit der Qualität der Weine verknüpft, die ein großes Terroir hervorbringen kann.

Im Rahmen unserer Handelspartnerschaften kaufen wir seit 15 Jahren Weine in Rouanne: Ich kenne dieses erstaunliche Terroir gut, das zu Virtuositäten fähig ist. Ich habe die Konfiguration und die Seele dieser verschiedenen Orte des Terroirs immer gemocht. Mein Vater hat mir oft von den „Monaden" erzählt, die er als die Seele der Orte bzw. die unveränderliche Einheit von Natur und Geist definierte. In seinen beiden Berufen als Kunsttischler und Winzer hat er dieser Idee eine große Bedeutung beigemessen: Wenn er beispielsweise an einen Ort kam, der ihn inspirierte, konnte er ausrufen: Hier sind gute Monaden." Und ehrlich gesagt habe ich bei meinem ersten Besuch in Rouanne herrliche und kräftige Monaden gespürt. Der große deutsche Philosoph Leibniz, der auch Mathematiker und ein hochrangiger Physiker war, ist dieser Idee am Ende seines Lebens umfassend nachgegangen. Voltaire hat sich diesbezüglich über ihn lustig gemacht: Dieses Verhalten trägt nicht gerade zu seinem Ruhm bei. Nobody is perfect, auch Voltaire nicht. Leibniz definierte die Monaden als eine unbeugsame Kraft, die in sich die Quelle aller Handlungen trägt: Die Monaden sind die Elemente aller Dinge, sowohl materieller als auch immaterieller Art. Daher kann man sich die Monaden nur vorstellen, indem man das Konzept der Seelen auf sie anwendet. Sie drücken aus ihrem besonderen Blickwinkel das gesamte Universum in der prästabilierten Harmonie mit allen anderen Stoffen aus, aus denen das Universum besteht. Rouanne ist genau all das. Nichts und niemand wird jemals die wahre Natur dieses Ortes verändern können, da ihm seine ureigene geographische Konfiguration und die Seelen all jener „innewohnen", die hier seit Urzeiten gelebt und gearbeitet haben. Bei diesem neuen Abenteuer bedaure ich jedoch eins: Dass mein Vater zu früh von uns gegangen ist, um diesen außergewöhnlichen Ort kennenzulernen. Er hätte mit uns seine Empfindungen, seine Einschätzungen geteilt. Er hätte unzählige Ideen in petto gehabt, er hätte uns beraten, gelenkt, mit interessanten Bemerkungen zur Seite gestanden.

Das Dorf Vinsobres hat 2006 den Cru-Status erhalten. Obwohl Vinsobres nicht so bekannt ist wie seine Mitstreiter, liegt es auf der gleichen Klassifizierungsstufe wie Gigondas, Chateauneuf-du-Pape, Cote-Rotie und Hermitage, was viel über die Qualität seines Terroirs aussagt. Das am Saum der Alpen gelegene Vinsobres profitiert von einer überragenden Geologie und einem kühlen Klima. Das Dorf kann auf eine lange und reiche Geschichte zurückblicken, die von der Herrschaft der „Seigneurs de Vérone" geprägt ist, die vom Mittelalter bis zur Revolution die Eigentümer von Rouanne waren. Die jüngere Linie der Familie trug den Titel „Seigneur de Rouanne" fast 600 Jahre lang.

Das auf einer gallorömischen Stätte angesiedelte Rouanne war ein landwirtschaftlicher Betrieb, eine „Villa". Es leitet seinen Namen von seinem Besitzer im spätrömischen Reich (2./4. Jh. n. Chr.) ab, wahrscheinlich einem gewissen „Rugius", wie die Etymologen vermuten. Man hat in Rouanne, hinter dem aktuellen Schloss, eine kannelierte Säule mit einem gemeißelten Kapitell, Keramiken, „Dolia", zahlreiche Bruchstücke von Ziegeln, Fibeln, behauene Steine usw. gefunden. Es ist leicht, sich das Leben im spätrömischen Reich an diesem fruchtbaren und gut gelegenen, bevölkerten, von zahlreichen Quellen bewässerten Ort in der Nähe des Flusses Eygues und der Römerstraße vorzustellen.

Im Mittelalter errichtet die Familie von Vérone, Besitzerin der gesamten „Côte" (Hang), eine Burg.

1611 ist Charles I. von Verone „Seigneur de Rouanne".

1649 ist Charles II. von Verone „Seigneur de la Royne": Auffallend ist hier die Entwicklung der Schreibweise. Zur gleichen Zeit ist François de Verone, Cousin von Charles II., „Co-Seigneur" von Vinsobres und er bewohnt sehr wahrscheinlich das Château de Vérone, das noch heute besteht. Er stellt die ältere Linie der Familie dar.

Von 1710-1714 trägt Jean-Louis de Vérone (Sohn von Charles II.) den Titel „Sieur de Royne".

Es ist interessant, wie sich die Schreibweise von Rouanne durch die Epochen und teilweise sehr schnell verändert hat. In der Reihenfolge sieht das so aus:

1594: Roany

1611: Rouanne

1641: Roane

1649: Roanne oder Royne

1649 dann 1710: Royne

Ende des 18. Jh.s (Carte de Cassini): Roanes

1891: Rouane

Neuzeit: Rouanne

Rouanne, das während der französischen Revolution niedergebrannt wurde, wird im 19. Jh. restauriert, neu aufgebaut und erweitert, dann wechselt das Anwesen innerhalb kürzester Zeit mehrfach den Besitzer. Danach standen dem Chateau de Rouanne seine glorreichen, aber auch schwierigen Zeiten ins Haus. Es grenzt fast an ein Wunder, dass dieses 62 ha große zusammenhängende Stück Land, auf dem alte Reben in Hanglage stehen, intakt geblieben ist und durch die zahlreichen Erbfolgen nicht zerfleddert wurde.

300 m vom Château entfernt, am Ausgang eines kleinen Wäldchens, wurden um 1830 der herrliche Hof und der Taubenschlag auf bereits bestehenden Gebäuden errichtet, die sicher sehr alt sind. Eine unversiegbare Quelle, die zur gallorömischen Zeit gefasst wurde, ergießt sich in mehrere Steinbecken und gibt dem Ort den Takt vor. In Rouanne wurde schon alles angebaut: Wein, Olivenbäume, Lavendel, Gemüse, Obstbäume, Getreide und auch die Schafzucht war hier weit verbreitet. Rouanne ist ein echtes Schlaraffenland. Der Hof beherbergt heute eine große und schöne traditionelle Kellerei mit Betontanks, wohingegen der Reifekeller (für die Fässer) – ein schöner niedriger Gewölberaum, einst der Aufzucht von Schafen diente. Hier bauen wir heute unsere Weine aus.

Der beeindruckende Weinberg von Rouanne, der aus den Lieux-dits „Les Cotes", „Rouanne et les Crotes", „Plan Guérin" und „La Palud" besteht, zeigt ein geographisches Profil, ein Gefälle und eine Süd-Ost-Ausrichtung, die mit der „Côte de Nuits&quot

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