Calvados Toutain Beuzeville - Normandie

Das heute in fünfter Generation...
Das heute in fünfter Generation geführte Familienunternehmen besteht offiziell seit dem Jahr 1921, davor wurden jedoch auch schon Kleinstmengen produziert. Tradition und Geschichte sind der Familie genauso wichtig wie Ihre Obstplantagen und das was sie aus den Früchten produzieren. Ein entscheidender Unterschied ist, dass sie ihre Plantagen im klassischen „Hautes-tiges“- Verfahren bepflanzen. Das bedeutet, dass die Apfelbäume klassisch, mit einem langen Stamm, zu einer natürlichen Größe heranwachsen. Im Gegensatz dazu steht das moderne „Basses-tiges“-Verfahren, bei dem gezüchtete Apfelbäume mit deutlich kürzeren und dünneren Stämmen gepflanzt werden.

Diese sind nur ca. zwei Meter hoch und lassen sich deutlich dichter pflanzen, wodurch sich der Ertrag pro Hektar deutlich erhöht. Ein weiterer Vorteil der kleinen Bäume ist, dass sie maschinell geerntet werden können. Nachteile dieses Verfahrens sind jedoch, dass die genetische Sortenvielfalt deutlich geringer ist da nur eben jene, gezüchtete Baumsorten gepflanzt werden können. Außerdem sind die eng gepflanzten, kleinen Bäume deutlich anfälliger für Krankheiten, was dann wiederum oftmals die Anwendung von chemischen Produkten erfordert.

Die Sortenvielfalt ist der Familie Toutain sehr wichtig, weshalb für Sie nur die „Hautes-tiges“ Anbauweise infrage kommt. Auf Chemikalien verzichten sie komplett auf Ihren Apfelwiesen. Auf den insgesamt 25 Hektaren die mit Apfelbäumen bepflanzt sind stehen insgesamt 35 verschiedene Apfelsorten. 60% der Apfelsorten sind süß, wodurch der Calvados die gewünschten Alkoholwerte bekommt, 30% sind bitter, was dem Calvados einen kräftigen Körper verleiht und 10% sind sauer, wodurch man Langlebigkeit bekommt.

Die Apfelbäume stehen genau an der Grenze zur Calvados Appellation „Pays d’Auge“. Einige der Bäume sind demnach innerhalb dieser Appellation, andere befinden sich außerhalb. Für die „Pays d’Auge“ Bezeichnung ist neben der geografischen Lage auch eine doppelte Destillation vorgeschrieben. Die Familie hat mit beiden Destillationsmethoden gearbeitet, sich jedoch auf die einfache Destillation konzentriert und die Weine demnach nicht als „Pays d’Auge“ vermarktet. Einige doppelt destillierte Fässer befinden sich jedoch noch in den Kellern und werden vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt mit der Appellationsbezeichnung „Pays d’Auge“ erscheinen.

Die Toutains sind überzeugt davon, dass eine hohe Qualität des Cidres Vorraussetzung für einen guten Calvados ist. Sie lassen alle Moste spontan mit natürlichen Hefen vergären und die Cidre werden für zwischen sechs und achtzehn Monate ausgebaut. Der aus diesem Apfelwein destillierte Calvados wird dann in ausschließlich gebrauchten Holzfässern verschiedenster Größen ausgebaut.

Selbstverständlich werden dem Calvados keine Aroma- oder Farbstoffe hinzugefügt.
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