Champagne Marie-Courtin Polisot - Champagne

 Marie Courtin ist ein relativ...

Marie Courtin ist ein relativ kleiner Winzer-Champagner (1.000 Kisten insgesamt), der 2001 von Dominique Moreau gegründet wurde. Die eigentliche Person, Marie Courtin, war Dominiques Großmutter, die das Land während des Ersten Weltkriegs bearbeitete, wie so viele andere Frauen auch, da die meisten Männer im Krieg waren. Da Marie Courtin  stets eine Inspiration für Dominique war und dazu noch ein sehr naturverbundener Mensch war benannte sie auch die Domaine nach Ihr.

Während dieser Zeit wurde das Departement Aube als Bürger zweiter Klasse angesehen und musste sich seinen Weg in die AOC erkämpfen, was schließlich 1927 geschah.

In der Côte des Bar im Departement Aube gelegen, sind die Weinberge dem Chablis ebenso nahe wie den Côtes des Blancs und der Boden ist ganz anders als der Kreideboden, der den größten Teil der Champagne prägt. Wie im Burgund gibt es viel Lehm mit Kalkstein und Mergel. Alle Cuvées von Moreau stammen aus demselben Weinberg, der überwiegend mit Pinot Noir bepflanzt ist, aber auch mit Chardonnay und Pinot Blanc. Dominiques Ansatz ist es Jahrgang, Rebsorte und Lage im Champagner zum Ausdruck zu bringen, weshalb Sie ausschließlich reinsortige Champagner ausbaut. Zusätzlich kommen Ihre Weine fast immer aus einem einzigen Jahrgang, da Sie in seltenen Fällen jedoch auch zwei Jahrgänge verschneidet füllt Sie Ihre Champagner nicht als Jahrgangschampagner ab.

Dominique Moreau, die schon als Kind homöopathische Medizin einsetzte, bewirtschaftet seit Anfang an biologisch und das Weingut erhielt 2007 die Öko-Zertifizierung. Ein großer Vorteil ist, dass die Weinberge von Dominique aus einem zusammenhängenden Stück bestehen, wodurch verhindert werden kann, dass Düngemittel und Pestizide von konventionell arbeitenden Winzern Einfluss auf Ihre Reben nehmen.

Sie pflückt von Hand und zerdrückt die Trauben im Ganzen mit einer Holzkorbpresse. Vor der ersten Gärung lässt sie den Saft 24 Stunden lang absetzen. Sie verwendet einen einheimischen Hefestamm, der während der Ernte 2003 aus den Früchten des Jahrgangs entwickelt wurde. Nach einer acht- bis zehntägigen Gärung durchlaufen die Weine eine vollständige malolaktische Gärung. Die Cuvées verbringen neun bis zwölf Monate im Edelstahltank oder im Eichenholz, werden in Flaschen abgefüllt und bleiben für etwa zweieinhalb Jahre auf der Hefe. Die Dosage wird bei allen Champagnern von Dominique auf ein Minimum reduziert und alle Schaumweine werden als „Extra Brut“ abgefüllt.

Der aus dieser Arbeitsweise resultierende Stil des Hauses ist sehr gradlinig, geschliffen und filigran. Die Champagner sind unglaublich elegant und fein, zeigen aber dennoch eine beeindruckende Aromenvielfalt und Länge.

Nicht zu übertreffen ist "Efflorescence", was so viel bedeutet wie " frühzeitige Blüte". Auch er ist ein Pinot Noir aus dem gleichen Weinberg, stammt aber vom unteren Ende des Hanges, wo es mehr Lehm gibt. Der Saft wurde in älteren Burgunderfässern vergoren und ausgebaut. Wie bei Résonance stammt die Frucht aus einem einzigen Jahrgang.

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