Domaine de L'Écu Le Landreau - Loire

 Frédéric Niger  gehört zu den...
Frédéric Niger gehört zu den Spitzenwinzern in seinem relativ kleinen Anbaugebiet südlich von Nantes im Mündungsgebiet der Loire.

Seine Spezialität ist der Muscadet sur Lie, der durch seine Spitzenqualität zu den Geheimtips aus dieser Region zählt. Frédéric Niger ist der Nachfolger von Guy Bossard der vor 20 Jahren Vorreiter zuerst des ökologischen, später des biodynamischen Anbaus in Sèvre-et-Maine war. Die Traubensorte Melon de Bourgogne (Muscadet) wurde vor einigen hundert Jahren aus dem Burgund in diese Region gebracht. Der durchgegorene Wein bleibt nach der alkoholischen Gärung mehrere Monate auf der Hefe ("sur lie") liegen und wird dann ohne weitere Filtration auf die Flasche gezogen. Charakteristisch ist eine spritzige Frische mit ansprechender Säure, die durch die Hefe sehr harmonisch wirkt.

Ein altes Projekt ist konkret geworden mit der Erzeugung spezieller Cuvées aus unterschiedlichen Bodentypen: »Gneiss«, »Orthogneiss« und »Granit«.

Auf seinem 24 ha großen Weingut demonstriert der talentierte Frédéric Niger sein Können um auch grossartige Rotweine zu produzieren. Neben der klassischer Melon de Bourgogne, werden hier Weissweine aus Trauben wie Folle Blanche, Chardonnay, Chenin und Rotweine mit Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Pinot Noir vinifiziert.

Der Domaine de l’Ecu ist Bio sowie Biodynamisch zertifiziert :
  • BIO - AB seit 1975
  • DEMETER seit 1998
  • BIODYVIN seit 2014

Fred Niger bekennt sich voll und ganz zu den Prinzipien der Biodynamie, wie sie von Steiner definiert wurden und wendet die folgenden Anbaupraktiken an :
  • Die Aufwertung des Bodens und der Pflanze in ihrer natürlichen Umgebung dank der Anwendung und Zugabe von pflanzlichen, tierischen und organischen Materialien.
  • Die Anwendung dieser Zugaben zu ganz bestimmten Zeitpunkten im Laufe des Jahres und unter Berücksichtigung der Rhythmen in der Natur. Er berücksichtigt nicht nur die Mond- und kosmischen Phasen und Sternzeichen sowie auch die Position der Planeten, ihre Ausrichtung im Laufe der Jahreszeiten und den Rhythmus der Erde und des Mondes.
  • Die Anerkennung der Erde (Muttergestein, zu bearbeitende Erde) als vollwertiger Organismus, den es mit spezifischen Behandlungen zu pflegen gilt, welche die Lebenskräfte zum Einsatz bringen.
  • Die Bodenbearbeitung durch Pflügen und Auflockerung der Erdoberfläche

Die Amphoren

Der Vinifikation in Amphoren knüpft an Traditionen an, die auf die Antike zurückgehen. Diese Art der Weinherstellung wurde im Laufe der Jahrhunderte immer weiter vernachlässigt zugunsten eines Ausbaus in Holzfässern und später in Edelstahlbehältern, die weniger verpflichtend und auch viel wirtschaftlicher waren.

Vor knapp 20 Jahren gab es lediglich einige Winzer im Norden Italiens und in Sizilien, in Spanien, Kroatien, Slowenien und Georgien, die noch die traditionelle Weinherstellung in Tongefäßen praktizierten.

Gravner, Cos, Vodopivec, Foradori… das sind Namen, die allen Aficionados der Mazeration in Amphoren in den Ohren klingen.

Es sind die Begegnungen mit diesen außergewöhnlichen Winzern und ihren unvergleichlichen Weinen und vor allem das Treffen mit Philippe Viret, einem Winzer aus dem südlichen Rhônetal und Vorreiter der Amphorenweine, die Fred Niger dazu bewogen haben, den Schritt zu dieser Art der Weinherstellung zu machen.

Das Weingut verfügt heute über 110 Amphoren. Diese Art des Ausbaus ist für Fred Niger eine ausgesprochene Wahl, ja eine Leidenschaft und nicht lediglich eine Modeerscheinung…

Die Größen und die Herkunft der Amphoren sind sehr unterschiedlich und variieren zwischen 160 Liter, 350 l, 450 l, 650 l, 800 l, 1000 l, 1300 l et 1450 l. Sie kommen zum größten Teil aus dem Süden Frankreichs und aus Norditalien.

Der natürliche Ursprung des Lehms sowie die Neutralität des gebrannten Tons respektieren die Reinheit der Frucht und den Ausdruck des Terroirs. Die Wärmeregulierung und die natürliche Zirkulation der Hefe tragen positiv zur Komplexität dieser Weine bei.

Der Weinausbau in Amphoren bleibt für Fred Niger das Ergebnis eines weltweiten Voranschreitens der Biodynamie und erlaubt es ihm, Cuvées ohne zusätzliche Mittel und ohne Schwefelzugabe anzubieten. Die Amphore ist gleichsam symptomatisch für seine Philosophie des Nichteingreifens bei der Weinherstellung und seines Willens, die Weine ungeschminkt zu präsentieren.
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